Aufrufe
vor 3 Monaten

BOLD THE MAGAZINE No.53

  • Text
  • Kunst
  • Paar
  • Stadt
  • Sharleen
  • Hilary
  • Stunden
  • Spiteri
  • Swank
  • Genf
  • Bold
ZUVERSICHT EXKLUSIV IM INTERVIEW: HILARY SWANK | DANIEL BRÜHL IM GESPRÄCH | CO2-ABSORBIERENDE KLEIDUNG | TEXAS SÄNGERIN SHARLEEN SPITERI IM INTERVIEW | MUTANT VEHICLES | 48 STUNDEN GENF | DIE NEUE S-KLASSE | NEW WATCHES

34 //

34 // BOLD THE MAGAZINE ART / SEHENSWERT Leider wurde die Ausstellung „Art about Shoes“ hart vom Lockdown getroffen, so dass wir hier auf den beachtenswerten Bildband zur Ausstellung verweisen, der diese mehr als nur begleitet. In unserem Alltag ist der Schuh überall vertreten, weil er eine Vielzahl an Funktionen und Bedeutungen besitzt. Wenn man darüber nachdenkt, wie uns der Schuh von Nutzen ist, fällt einem zuerst seine Schutzfunktion ein. Er bewahrt uns vor Verletzungen, Schmutz, Kälte und Hitze. Doch „Art about Shoes“ zeigt, dass der Schuh noch viel mehr zu bieten hat. So gibt er häufig Aufschluss darüber, welche gesellschaftliche Position sein Träger inne hat. Zuweilen ist er auch Gegenstand erotischer Fantasien und hat symbolische Bedeutungen. Dem roten Schuh wird ein eigenes Kapitel gewidmet. Doch nicht nur der rote Damenschuh weckt künstlerisches Interesse. So erfährt man, warum gerade der Papst und Ludwig XIV. mit dem roten Schuh in Zusammenhang stehen. Im Buch zur Ausstellung kann man den Schuh von vielen Blickwinkeln aus betrachten und neue Einsichten gewinnen. Dort werden nicht nur Schuhe aus unterschiedlichen Zeiten, sondern auch aus verschiedenen Positionen gegenübergestellt. Eine unendliche Liebesgeschichte ist beispielsweise die historische Verbindung von Weiblichkeit und Schuhmode: “Keine Ahnung, wer die Stöckelschuhe erfunden hat, aber alle Frauen schulden ihm sehr viel”, meinte Marilyn Monroe. „In flachen Schuhen kann ich mich einfach nicht konzentrieren“, ergänzt Jahrzehnte später Victoria Beckham. Schuhe können Objekte der Begierde sein, schön irrational und zu Spontankäufen führend. „Wenn ich ein Paar Schuhe sehe, das mir sehr gut gefällt, dann ist es mir egal, ob es sie in meiner Größe gibt. Ich kaufe sie sowieso“, bekennt Keira Knightley zu dieser Art von Sucht. „Die Schuhfabrikanten machen Frauenschuhe zum Stehenbleiben. Dabei brauchen wir eher Schuhe zum Davonlaufen“, so die feministische Position Alice Schwarzers. Die Goldenen Zwanziger Jahre bringen die große Mode-Freiheit: mit kurzen Haaren, kurzen Röcken und modischen Schuhen. Christian Dior bringt nach dem Zweiten Weltkrieg den „New Look“ heraus. Es folgen Schuh-Designer wie Yanturni, Perugia und Ferragamo. Am Ende der 1990er Jahre rückt ein Designer-Name in den Mittelpunkt der medialen Öffentlichkeit: Manolo Blahnik. Seine Schuhe sind durch die US-amerikanische Serie „Sex and the City“ einem breiten Publikum bekannt geworden. Als „Buch im Buch“ liegt ein besonderes Augenmerk auf dem künstlerischen Schaffen von Heiner Meyer, der in seinen Gemälden immer wieder Schuhe „porträtiert“, allen voran in Form aufreizender High Heels. In plakativen Leuchtfarben verbindet er die Attraktivität von High Heels mit Zitaten aus der amerikanischen Pop Art. Art about Shoes Von Schnabelschuh bis Sneaker ISBN: 978 3 86 206868 5 www.ludwiggalerie.de www.verlag-kettler.de

ART / SEHENSWERT BOLD THE MAGAZINE // 35 Bild: H. Meyer, „Grey Flannel“ 2019

Kunst Paar Stadt Sharleen Hilary Stunden Spiteri Swank Genf Bold

MAGAZINE

BOLD THE MAGAZINE App jetzt laden

AppBOLD_Button Apple BOLD App Android BOLD App

BOLD ONLINE @ NEWS

© BOLD THE MAGAZINE: www.bold-magazine.eu | BOLD THE MAGAZINE ist eine Publikation des Verlages: neutrales GRAU Agentur für Kommunikation & Verlagsgesellschaft UG (haftungsbeschränkt): www.neutralesgrau.de | HR NR: 121 118 B | UMST ID: DE 815 10 18 78 | Am Pankepark 48 | 10115 Berlin | Telefon: 030 40 00 56 68 | Geschäftsführung: Mike Kuhlmey