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BOLD THE MAGAZINE No.53

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ZUVERSICHT EXKLUSIV IM INTERVIEW: HILARY SWANK | DANIEL BRÜHL IM GESPRÄCH | CO2-ABSORBIERENDE KLEIDUNG | TEXAS SÄNGERIN SHARLEEN SPITERI IM INTERVIEW | MUTANT VEHICLES | 48 STUNDEN GENF | DIE NEUE S-KLASSE | NEW WATCHES

IM INTERVIEW / SHARLEEN

IM INTERVIEW / SHARLEEN SPITERI BOLD THE MAGAZINE // 45 Das merkt man auch Ihrem neuen Album an, das recht abwechslungsreich daher kommt ... Das stimmt, unser Bassist Johnny, mit dem ich die Songs schreibe, und ich hatten schon immer viele verschiedene Einflüsse. Für uns gibt es keine Regeln. Auf dem Album ist ein bisschen von allem, und es nimmt den Hörer auf eine große Reise mit. Für mich ist das die Kunst beim Musikmachen: Die Leute auf eine Reise mitzunehmen und sich auch selbst auf eine Reise zu begeben. Am Anfang weiß man noch nicht, wo sie einen hinführt, aber während man unterwegs ist, wird die Richtung immer klarer und alles fügt sich zusammen. Wohin geht die Reise? Was für Themen haben Sie beschäftigt? Textlich sind da viele Fragen. Man kommt an einen gewissen Punkt im Leben und stellt Dinge in Frage ... Meine Tochter ist jetzt 18 Jahre alt – das ist der Zeitpunkt, an dem die Kinder ihr eigenes Leben leben. Man versucht noch, sie zu beschützen und fragt sich: Wie sehr lasse ich sie los und wie viel halte ich noch fest? Im Grunde genommen muss aber jeder seine eigenen Fehler machen. Ich bin also ziemlich hardcore, was meine Tochter betrifft. Sie hatte ein ganz anderes Leben als ich, umgeben von diesem Sicherheitsnetz. Manchmal mache ich da ganz gerne ein kleines Loch rein, um zu sehen, wie tief sie fällt. Ihre Mutter war Schaufensterdekorateurin, ihr Vater fuhr zur See. Sie hatten vermutlich eine etwas andere Kindheit als Ihre Tochter? Oh ja, ich komme aus der Arbeiterklasse. Meine Tochter hat in ihrem jungen Leben bereits großartige Dinge erlebt. So hat sie beispielsweise einige der besten Bands der Welt vom Bühnenrand aus gesehen und hinterher sogar getroffen. Ich versuche sie aber trotzdem mit den Werten der Arbeiterklasse zu erziehen. Diese Bodenständigkeit scheint etwas typisch Schottisches zu sein. Schotten haben diesen Arbeiterklasse- Ethos und legen Wert auf gute Manieren und die Wahrheit. Das steckt einfach in uns, es wird einem als Kind eingebläut. Selbst Fremde schrecken auf der Straße nicht davor zurück, sich umzudrehen und dir zu sagen, was sie denken (lacht). Und wenn ich nach Glasgow zurückkomme, erlauben mir die Leute bis heute nicht, überheblich zu werden. In Schottland darf man nicht vergessen, wer man ist und wo man herkommt. Hilft es, wenn man wie Sie mit Texas 40 Millionen Alben verkauft hat? Es ist lustig: Ein Freund von mir, der Komiker Peter Kay, meinte vor vielen Jahren zu mir, Teil meines Charmes sei, dass ich immer noch denke, dass ich Friseurin bin. Als er das sagte, dachte ich: Wow, ja. Für mich ist immer noch alles neu und aufregend. Vor Texas arbeiteten Sie als Friseuse. Schneiden Sie manchmal noch Haare? Ja, meiner Tochter, meinem Mann, meiner Familie. Das ist der Running Gag: Wenn mich jemand von ihnen anruft, sagen sie immer: ‚Bring deine Schere mit‘. Denen ist scheißegal, dass ich Alben mache (lacht). Sie erwähnten, dass Ihre Tochter kürzlich volljährig wurde und diese Tatsache auch die Themen Ihres Albums beeinflusst hat. Fühlt man sich älter, wenn das eigene Kind erwachsen ist? Nicht wirklich. Generell denke ich über Alter nicht viel nach. Und ganz ehrlich: Ich liebe es, älter zu werden. Das Einzige, das mich stört, ist der physische Verfall. Vor zwei Jahren habe ich mich am Rücken verletzt und musste zwölf Spritzen in die Wirbelsäule bekommen. Damit werde ich wahrscheinlich den Rest meines Lebens Probleme haben. Wenn man jung ist, hat man diese physische Leichtigkeit, kann sich drehen und springen. Aber mit dem Alter kommt die Freiheit im Kopf, und das liebe ich. Ich fühle mich so frei, weil ich mich nicht mehr um Dinge schere, die egal sind. Vor zwei Jahren, mit 51, haben Sie Ihren langjährigen Lebensgefährten, den Koch und Restaurant-Besitzer Bryn Williams, geheiratet ... Ja! Es hat lange gedauert, bis wir geheiratet haben, aber 2018 haben wir es

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