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BOLD THE MAGAZINE No.53

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ZUVERSICHT EXKLUSIV IM INTERVIEW: HILARY SWANK | DANIEL BRÜHL IM GESPRÄCH | CO2-ABSORBIERENDE KLEIDUNG | TEXAS SÄNGERIN SHARLEEN SPITERI IM INTERVIEW | MUTANT VEHICLES | 48 STUNDEN GENF | DIE NEUE S-KLASSE | NEW WATCHES

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52 // BOLD THE MAGAZINE TRAVEL / 48 STUNDEN Einkaufsviertels rund um die Rue du Rhône mit all den Luxusmarken und führt uns über den einladenden Place du Molard mit den 1857 leuchtenden, in den Boden eingelassenen Pflastersteine sowie den hübschen, gut besuchten Cafés. Im Zickzack nähern wir uns der kleinen Rue du Peron, einer steilen Gasse, die direkt in die über uns thronende Altstadt, Vieille-Ville, führt. Wir werfen einen Blick auf die handgemachten Stoffe der Heritage Interior & Art Gallery (www.heritagegeneve.com), flanieren vorbei an wunderschönen Residenzen aus dem 17. Jahrhundert, und nehmen Platz im historischen Restaurant de l’ Hôtel-de-ville (Grand- Rue 39, www.hdvglozu.ch). Im 16. Jahrhundert für Graf Calandrini erbaut, beherbergte das Gebäude fast durchgängig Tavernen sowie Brasserien und gilt bis heute als echte Institution. Da es gegenüber dem Genfer Parlament liegt, treffen sich hier regelmäßig Staatsoberhäupter und bedeutende Persönlichkeiten, und wir halten (vergeblich) Ausschau nach bekannten Gesichtern. 14 Uhr: Frisch gestärkt und mit vielen Infos gefüttert, erreichen wir nach wenigen Metern die alles überragende Kathedrale St. Pierre, eine dreischiffige Pfeilerbasilika, deren Bau etwa 1160 im romanischen Stil begonnen, hundert Jahre später in gotischem Stil vollendet und im 18. Jahrhundert um einen klassizistischen Säulenportikus erweitert wurde. Benannt nach dem Apostel Petrus, ist sie die reformierte Hauptkirche der Stadt Genf. Wer die 157 Stufen des Nordturms hochklettert, wird belohnt mit einem gigantischen Ausblick über Genf und den See. Die bezaubernden umliegenden Gassen laden zum Bummeln ein, und wir lassen uns treiben. Nach einem kurzen Halt im herrlichen Interior-Design-Showroom von LaChrista Geneva (Rue de l’Hotelde-Ville 11, www.lachrista.ch) erreichen wir den ältesten Platz der Stadt, den beliebten Place du Bourg-de-Four. 15.30 Uhr: Hier schließt sich die Promenade de la Treille an, in der der Bürgermeister von Genf alljährlich den Frühling ausruft und eine der längsten Bänke der Welt steht. Ein paar Schritte weiter liegt die Promenade de Bastion, ein kleiner, ruhiger Park direkt an der alten Stadtmauer. Dort befindet sich das Internationale Denkmal der Reformation, ein mit Reliefs gravierter und verzierter Steinwall, vor dem die Statuen der vier großen Reformationsprediger stehen: Guillaume Farel, Jean Calvin, Théodore de Bèze und John Knox. Damit beendet Emilie, die Stadtführerin, unsere Altstadttour, denn sie will uns unbedingt noch ein weiteres Viertel zeigen: Carouge. 17 Uhr: Nur fünf Straßenbahnstationen vom Zentrum entfernt liegt die wohlhabende, eigenständige Stadt Carouge, die trotz der kurzen Distanz nicht mehr zu Genf gehört. Ungeachtet ihrer Künstler- und Bohème-Szene ist sie nie zu einem Hot-Spot geworden, sondern präsentiert sich als gewachsene, familiäre Gemeinde. Das war offenbar auch so geplant: 1772 von der sardischen Monarchie (Haus Savoyen) von Grund auf neu errichtet, wurde Carouge „modern“ angelegt – mit breiten, geraden Straßen, durch die die Luft wehen und die Sonne strahlen konnte. Damit fanden die Handwerker hier nicht nur bessere Arbeits-, sondern auch Lebensbedingungen vor und blieben. Bis heute. So finden sich entlang der hübschen Gassen von Carouge noch immer allerlei Gewerke und Kunsthandwerk, Galerien, Designer, Kleidermacher und Chocolatiers. Wir starten in der Rue Saint- Joseph, statten Anja Schmidt in ihrem kleinen Hutgeschäft Atelier Circonflexe (www.ateliercirconlexe-chapeau.ch) einen Besuch ab, lernen direkt auf der anderen Straßenseite Karine Dupont kennen, eine junge Goldschmiedin, die ihr feines Atelier de Bijouterie (Rue Saint-Joseph 11) gerade erst eröffnet hat, und schauen ein paar Häuser weiter bei Jean-Marc in seiner exquisiten Second-Hand-Boutique Garçon Manquée (www.facebook.com/numero6boutique) vorbei. 18.30 Uhr: In der Rue Vautier essen wir bei Carte de Fidélité das wohl beste hausgemachte Zitronengras-Parfait mit frischer Minze und lassen uns in der Galerie Séries Rares (www.seriesrares.ch) von den vielen ausgestellten

TRAVEL / 48 STUNDEN BOLD THE MAGAZINE // 53 modernen Kunstwerken begeistern. Die späte Nachmittagssonne lockt uns zum Place du Marché mit seinen vielen alten Platanen, an dessen Seiten sich zahllose kleine Restaurants und Bistros entlangziehen. Das Stimmengewirr aus Französisch, Englisch und Italienisch ist einladend, genau wie das südländische Flair und die verlockenden Aperitifs. Im Café du Marché (www.cafedumarchecarouge.ch) finden wir einen freien Tisch und beschließen, die nächsten Stunden hier zu verweilen. 21 Uhr: Der Abend hat sich mit einer samtblauen Decke über Carouge gelegt, und wir schlendern entlang der entzückend beleuchteten Gassen zur Bar La Forge (Rue Votier 16) und einem letzten Glas Wein. Doch die Aussicht auf unser Traumzimmer und eine kalte Dusche verhindert das Versacken, und nur eine gute Stunde später liegen wir bereits im wolkenweichen Bett. 2. TAG 9 Uhr: Schöner könnte der Tag kaum starten. Prominent in erster Reihe sitzen wir auf der einladenden Terrasse des Hotelrestaurants Il Vero – direkt gegenüber dem See –, genießen unser Frühstück und lassen uns vom Glitzern des Wassers verführen. Munter schießt der Jet d’eau seine Wasser in den tiefblauen Himmel, und in der Ferne blitzen die Spitzen des schneebedeckten Montblanc-Massivs auf. Wie ein Schwamm saugen wir das wunderschöne Panorama auf, von dem wir uns kaum sattsehen können. Was auch immer wir geplant hatten: Wir müssen zuerst ins Wasser! 10 Uhr: Auf der gegenüberliegenden Seite des Fairmont Grand Hotels liegt das öffentliche Stadtbad Bains des Pâquis (Quai du Mont-Blanc 30, Eintritt 2 Franken), das es bereits seit 1872 gibt. Zuerst aus Holz gebaut, dann 1889 auf Stelzen vergrößert, wurde es Anfang der 1930er Jahre mit Zement rekonstruiert. Bis heute zählt es zu einem der beliebtesten Sommer-Hot-Spots der Genfer, wo man sich zum Schwimmen, zur gemeinsamen Yoga-Stunde, zum Saunieren, zum Chillen, zum After- Work oder After-Dinner-Drink trifft. Das Publikum ist total gemischt, es gibt Studenten, Familien, Sonnenanbeter, Paare sowie Poser aller Altersklassen, und die Stimmung ist mega-relaxed. Wir ziehen ein paar Runden im erfrischenden Nass, lassen uns vom sanften Sommerwind wieder trocknen und gehen zurück ins Hotel. Hier wartet nämlich der Urban Beach Club, eine superschöne Chill-Out-Area, auf uns. Große Lounge-Sessel, bequeme Sonnenliegen und ein entspannter Sound sorgen für ein Wohlfühlambiente der Extraklasse. Riesige Sonnensegel beschatten den Innenhof, der direkten Zugang zum schönen Pool und zum exklusiven Spa bietet. Wir könnten Stunden hier verbringen, so angenehm ist die Atmosphäre, doch der nächste Termin wartet schon. 13 Uhr: Mit einem der gelb-blauen Mouettes, der öffentlichen Wassertaxis, erreichen wir nach wenigen Minuten den Jardin Anglais mit Riesenrad und Blumenuhr. Am Pavillon Rustique, mitten im Park, treffen wir Aubin Delavigne, einen der beiden Initiatoren und Eigentümer von Taxibike, pedalbetriebenen „Rikscha-Taxis“. Die Idee dazu kam Aubin und seinem Studienfreund Sebastian während einer zweijährigen Weltreise. 2011 starteten sie mit dem Fahrrad-Taxi-Geschäft, nur wenige Jahre später bereits mit elektrisch betriebenen Tuk-Tuks. Mit ihnen boten sie, entsprechend umgebaut, exklusive Sightseeing-Fondue-Touren in Genf an, auch dies mit Erfolg. So entstanden die Resta-Tuk-Tuk-Touren (www.taxibikepub.ch/de/restotuk), bei denen man speist und schaut, wie unsere, die Dineand-Wine-Tour. Aubin chauffiert uns durch die Straßen der Stadt hinaus aufs Land, während wir köstlichen Schinken und Käse kosten. Vorbei an den hübschen Weindörfern Bourdigny und Satigny erreichen wir nach einer kurzen Fahrt den kleinen Weiler Peissy. Um uns herum: Weinberge, soweit das Auge blickt, von Großstadt keine Spur. Der Weiler ist Heimat von sechs Weingütern; eines davon ist die Domaine Les Perrières (Route de Peissy 54, www.lesperrieres.ch).

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