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BOLD THE MAGAZINE No.53

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ZUVERSICHT EXKLUSIV IM INTERVIEW: HILARY SWANK | DANIEL BRÜHL IM GESPRÄCH | CO2-ABSORBIERENDE KLEIDUNG | TEXAS SÄNGERIN SHARLEEN SPITERI IM INTERVIEW | MUTANT VEHICLES | 48 STUNDEN GENF | DIE NEUE S-KLASSE | NEW WATCHES

MOTION / MERCEDES-BENZ

MOTION / MERCEDES-BENZ BOLD THE MAGAZINE // 71 „Freude“ samt regenerativem Charakter – in Form von tibetanischem Schellengerassel, das aus dem Burmester-Surround- Soundsystem (1.310 Euro extra) säuselt, über den Screen fliegt Goldstaub in Zeitlupe, und Luftkissen kneten einem den Rücken. Wer trotz (oder wegen?) all des Komforts abschlafft („Hey Mercedes: Ich bin müde!“), soll dank des Programmes „Vitalität“ geweckt werden. Dessen akustisches Bass-Bett lädt aber eher zum Hinlegen ein, der Bildschirm zeigt dazu visualisierte rote Schallwellen, das Ambiente-Licht changiert, der Sitz bearbeitet vorrangig den Hintern und die Lehne gibt mal kurz nach, um sich dann wieder in die Ausgangsposition zu begeben. Mein Gegen-Musik-Tipp zum Wachwerden: John Novellos Version von „Voodoo Child“ auf Dreiviertel-Lautstärke – da wippt sogar der Stern auf der Motorhaube mit. Was unseren ganz persönlichen Komfortgenuss höchstens stört, ist der Aktionismus einiger der reichlich vorhandenen Assistenten. Da schießt der eine oder andere schon mal übers Ziel hinaus – wie im echten Leben, was jede Führungskraft aus der Praxis kennt. So mahnt uns die S-Klasse übereifrig, das Lenkrad anzufassen, obwohl die Finger es durchaus locker umschlingen. Dann attackiert der Notbremsassistent samt Gurtstraffer leicht unsere Nerven: Beide arbeiten völlig unvermittelt, weil in vielen Metern Entfernung jemand auf der anderen Straßenseite rückwärts in sein Grundstück einparkt. Eine Petitesse dagegen der gutgemeinte Hinweis im Display, im Stau auf der Autobahn eine Rettungsgasse zu bilden – leider sitzen wir in einer zweispurigen Baustelle fest und der Platz zum Ausweichen links und rechts ist kleiner als die Sorge, beim eventuellen Kauf so eines Autos den Kreditrahmen zu überziehen. Apropos: Den Grundpreis haben die Stuttgarter mit 122.451 Euro festgelegt, unser Testwagen ist dank diverser Extras mit 171.246,95 Euro eingepreist. Dafür erhält man letztlich das genaue Gegenteil von einem Krawallo, der keinen Zweifel daran lässt, wer hier der Luxus- King ist. Denn in Sachen Komfort lässt der S 500 keine Wünsche offen. Auch ein Verbrauch von knapp elf Litern Sprit auf 100 Kilometer trotz vieler Hochgeschwindigkeitsabschnitte (naja, 220 km/h eben) ist durchaus akzeptabel. Zum Schluss müssen wir dann allerdings doch noch aus unserer Komfortzone: Die S-Klasse verdreckt leider genauso wie jeder popelige Kleinwagen, und wenn wir schon für eine Handwäsche zu faul sind, müssen wir immer noch in eine dieser Waschstraßen, was Zeit kostet. Ein selbstreinigender Lack (und natürlich auch solch ein Innenraum) wären doch eine schöne neue Ingenieursleistung bei der zehnten Generation. WEITERE INFORMATIONEN: www.mercedes-benz.de

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