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BOLD THE MAGAZINE No.55

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EXKLUSIV IM INTERVIEW: KATE WINSLET | „NO TIME TO DIE“ DANIEL CRAIG EXKLUSIV IM GESPRÄCH | PORSCHES STARKE FRAUEN IM TENNIS | SHE MOVES US: PROFIBOXERIN NINA MEINKE IM INTERVIEW | ON THE TRAIL OF JAMES BOND: MIT ASTON MARTIN ÜBER DIE ALPEN | TOM ODELL | CLAUDIA SCHIFFER: MODEFOTOGRAFIE DER 90IGER

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10 // BOLD THE MAGAZINE INTERVIEW / KATE WINSLET Easttown“ (in Deutschland zu sehen bei Sky und auf DVD erhältlich) bereits den zweiten Emmy Award. Reif für Schlagzeilen war auch Winslets Privatleben immer wiedermal. Die erste Ehe mit Regieassistent Jim Threapleton hielt keine drei Jahre. Mit ihrem zweiten Gatten, dem Regisseur Sam Mendes (für den sie bei „Zeiten des Aufruhrs“ vor der Kamera stand), zog sie aufgrund der aufdringlichen britischen Klatschpresse nach New York. Mit beiden Männern hat sie je ein Kind, der Vater ihres dritten ist Edward Abel Smith, Neffe von Milliardär Richard Branson. Die beiden heirateten 2012 und leben inzwischen mit den drei Kindern in Sussex (England). Abwechslungsreich war auch stets die Rollenauswahl der Schauspielerin, der mit der Single „What If “ (aus dem Zeichentrickfilm „Ein Weihnachtsmärchen“) vor 20 Jahren sogar ein Top Ten-Hit in Deutschland, Großbritannien und der Schweiz sowie Platz Eins in Österreich gelang. Winslet drehte herausragende Filme wie „Vergiss mein nicht! – Eternal Sunshine of the Spotless Mind“, der längst als moderner Klassiker gilt, aber auch große Flops wie „Verborgene Schönheit“ mit Will Smith oder „Zwischen zwei Leben“ mit Idris Elba. Sie begeisterte ein Millionenpublikum, als sie in „Liebe braucht keine Ferien“ ihren Wohnsitz mit Cameron Diaz tauschte, nahm sich in Ricky Gervais’ Serie „Extras“ herrlich selbst aufs Korn und trat als Bösewicht in der „Divergent“- Reihe auf. Sie drehte mit Roman Polanski („Gott des Gemetzels“) genauso wie mit Woody Allen („Wonder Wheel“) – und spielt immer wieder in kleinen, feinen Produktionen mit, die am ehesten in die Kategorie Geheimtipp fallen (vgl. „Little Children“). In letztere Kategorie gehört nun auch ihr neuer Film „Ammonite“, der ab dem 4.11.2021 mit etwas Verspätung in die deutschen Kinos kommt. Unter der Regie des britischen Regisseurs Francis Lee spielt sie darin die wortkarge Fossiliensammlerin Mary Anning, die es wirklich gegeben hat und die sich hier, an der rauen Südküste Englands im 19. Jahrhundert, in Charlotte (Saoirse Ronan) verliebt, die junge Frau eines Kollegen. Gänzlich uneitel und mit großer, unter die Haut gehender Offenheit läuft Winslet hier einmal mehr zu großer Form auf und beweist – bevor dann kommendes Jahr mit „Avatar 2“ wieder das komplette Gegenteil auf dem Programm steht – erneut, dass sie zu den Besten gehört, die es auf der Leinwand zu bewundern gibt. Mrs. Winslet, Sie spielen in „Ammonite“ die Fossiliensammlerin Mary Anning, die es wirklich gegeben hat. Wie viel wussten Sie über diese Frau? Den Namen Mary Anning hatte ich zwar schon gehört, aber eigentlich wusste ich kaum etwas über sie. Vor allem hatte ich keine Ahnung, was sie letztlich aus wissenschaftlicher Sicht alles geleistet hat. Ich musste ordentlich recherchieren, was natürlich dadurch erschwert wurde, dass über sie längst nicht so viel geschrieben wurde wie über ihre männlichen Zeitgenossen. Wie haben Sie sich denn auf die Rolle vorbereitet? Sie meinen, außer dass ich wochenlang an den Stränden Südwestenglands nach Fossilien gesucht und Steine aufgeklopft habe? Ich hatte glücklicherweise Zugang zu ein paar ihrer echten Tagebücher. Das fand ich enorm hilfreich, schon weil ich mir größte Mühe geben wollte, ihre Handschrift so gut wie möglich zu kopieren. Vor allem aber fand ich es wichtig zu sehen, welch enge Beziehungen Mary zu den Frauen in ihrem Leben pflegte. Sie hat nie aufbegehrt gegen das patriarchale Gesellschaftssystem, in dem sie gefangen war, und hat immer akzeptiert, dass ihre wissenschaftliche Brillanz nie so anerkannt wurde wie die von Männern. Da war sie bemerkenswert geduldig und klaglos. Aber gleichzeitig waren immer andere Frauen ihre engsten Vertrauten und Verbündeten. Im Film entwickelt sich eine Liebesbeziehung zwischen Anning und der jüngeren Charlotte Murchison. Die ist aber nicht verbürgt, oder? Nein, sicher ist nur, dass Mary mit Charlotte und ihrem Mann befreundet war. Vieles spricht auch dafür, dass sie die beiden in London besucht und eine Weile bei ihnen gewohnt hat. Wobei sie wohl in ihrem ganzen Leben ihren Küstenort nur zweimal verlassen hat und nach London

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