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BOLD THE MAGAZINE No.55

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EXKLUSIV IM INTERVIEW: KATE WINSLET | „NO TIME TO DIE“ DANIEL CRAIG EXKLUSIV IM GESPRÄCH | PORSCHES STARKE FRAUEN IM TENNIS | SHE MOVES US: PROFIBOXERIN NINA MEINKE IM INTERVIEW | ON THE TRAIL OF JAMES BOND: MIT ASTON MARTIN ÜBER DIE ALPEN | TOM ODELL | CLAUDIA SCHIFFER: MODEFOTOGRAFIE DER 90IGER

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74 // BOLD THE MAGAZINE INTERVIEW / NINA MEINKE In einer ehemaligen Fleischfabrik am Wiesendamm in Berlin treffen wir Profiboxerin Nina Meinke. BOLD sprach mit der 28-Jährigen – die schon sehr früh wusste, dass sie Boxerin werden will – über ihren Weg, Frauen im Sport, Gleichberechtigung und warum sie sich für die Puma-Kampagne „She Moves Us“ einsetzt. Obwohl sie immer wieder hörte, das sei nichts für eine Frau, ließ sich Nina Meinke nie von ihrem Weg abbringen. Im Alter von zwölf Jahren begann sie im Spandauer Box-Club 1926 e. V. zu boxen. Mit 16 zog sie alleine nach Scarborough Puma gründete, nahm er 14 Mitarbeiter aus der alten Fabrik der Dassler Brothers mit. Acht der Mitarbeiter waren Frauen, sie nähten die Oberteile der Puma- Erfolgsmodelle und arbeiteten unermütlich für den Erfolg der Marke. in England, machte dort ihr Abitur und kämpfte für den Westway ABC. 2011 kehrte sie nach Berlin zurück, boxte für Frau Meinke, wann haben Sie mit dem Boxen begonnen? die Deutsche Nationalmannschaft und nahm 2014 an der Weltmeisterschaft in Südkorea teil. 2016 entschloss sich Nina im Alter von 23 Jahren – nach 67 Amateurkämpfen mit 49 Siegen und fünf Unentschieden –, Profiboxerin zu werden. Die Bilanz seitdem: 14 Kämpfe und 12 Siege. Sie gilt als Ziehkind des Mit sieben Jahren habe ich von meinen Eltern den ersten Sandsack bekommen – habe mich aber auch im Reiten, der Leichtathletik und zwei Jahre im Fußball ausprobiert. Das war aber nicht das Richtige für mich. Mit zwölf habe ich dann zu meinem Papa gesagt: ‚Ich will boxen.‘ früheren Boxweltmeisters Sven Ottke. 2017 gewann sie die Titel WBC Youth World Champion im Super-Federgewicht Wie kommt man als junges Mädchen auf die Idee Profiboxerin zu werden? sowie WIBF und GBU Interconti- nental Champion, und 2018 wurde sie EBU-Europameisterin im Federgewicht. Das hat sich so entwickelt. Der beste Freund meines Vaters ist ja Sven Ottke, früherer Weltmeister der Verbände IBF und WBA im Nina Meinke unterstützt als Markenbotschafterin Supermittelgewicht. Als ich sieben oder neben anderen Athle- acht Jahre alt war, hat mich mein Vater mit tinnen und Entertainerinnen die Puma Kampagne „She Moves Us“, die Frauen feiert, die in der Kultur und im Sport bewegt haben und mit ihren Erfolgsgeschichten andere Frauen inspirieren. Übrigens: Ohne Frauen hätte es Puma nicht gegeben. Als Rudolf Dassler 1948 zu den Kämpfen genommen. Wenn Sven gewonnen hatte, riss er die Arme hoch, die Leute haben gejubelt. Die Musik, die Atmosphäre, dazu das goldene Konfetti, das von der Decke schwebte. Ich fand das so cool! Für mich war damals schon klar: Genau dort will ich auch mal sein. Was haben Ihre Familie und Ihre Freunde dazu gesagt? Meine Eltern waren gar nicht begeistert. Sie meinten, ich solle was anderes machen. Aber ich sagte: ‚Nö, ich will nur noch boxen.’ Meine beste Freundin fand es eigentlich ganz cool, aber im Sommer, als dann alle an den See fuhren, musste ich zum Training – das fand sie dann nicht mehr ganz so cool. Mein Vater ist heute mein Manager und meine Mutter kaut immer noch auf ihren Nägeln, wenn ich kämpfe (lacht). Wie war dann das erstes Training? Ich konnte mich nicht mehr rühren. Mir hat alles wehgetan, ich habe gezittert und konnte kaum ein Wasserglas heben – aber ich fand’s einfach super (lacht). Ist es das, was das Boxen ausmacht: bis zur Erschöpfung zu kämpfen? Es ist noch viel mehr. Da steckt so viel drin. Disziplin, Koordination, so viel Mentales. Im Ring kommt dir jemand entgegen, von dem du weißt, dass er dich weghauen will. Das ist eine harte Situation. Du weißt, was deine Gegnerin will. Also musst du dir denken: ‚Sorry, ich will das Gleiche! Und ich bin stärker als du.‘ Ihr Kampfname ist „Nina the Brave“. Was war das Mutigste, was Sie jemals getan haben? Mein Kampf gegen Katie Taylor, der Vorkampf des Titelkampfes zwischen

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