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BOLD THE MAGAZINE No.56

EXKLUSIV IM INTERVIEW: ADRIEN BRODY | WIE EIN PHÖNIX AUS DER ASCHE: SINGER-SONGWRITERIN NATALIE IMBRUGLIA | MEGATREND INDIVIDUALISIERUNG | DISPLACED: OLIVIER C. MÉRIEL | LAND ROVER DESIGN DIREKTOR ANDY WHEEL IM GESPRÄCH | „THE PORSCHE JUMP“

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26 // BOLD THE MAGAZINE INTERVIEW / NATALIE IMBRUGLIA Mit ihrem Album „Firebird“ veröffentlicht Natalie Imbruglia die ersten neuen Songs seit zwölf Jahren. Im exklusiven BOLD-Interview verrät die Australierin, wo sie so lange gesteckt hat und spricht über ihre Schreibblockade, Selbstvertrauen und Liebe. Natalie Imbruglia wäre eine perfekte Kandidatin für die Kategorie „was eigentlich wurde aus …“. Die Australierin war gerade mal 22 Jahre alt, als sie 1997 mit dem Song „Torn“ – eine Coverversion des Liedes „Brændt“ von der dänischen Sängerin Lis Sørensen – einen Überhit landete, den heute noch jeder kennt. Das dazugehörige Album „Left Of The Middle“ verkaufte sich über sieben Millionen Mal. Mit „Shiver“ gelang Imbruglia 2005 nochmal ein Erfolg, doch danach wurde es still um sie. Ihre Ehe zu Silverchair-Sänger Daniel Johns ging in die Brüche, und als sie wenig später ihren Plattenvertrag verlor, war das der Beginn einer Schreibblockade. Es dauerte Jahre, bis Imbruglia ihr Selbstbewusstsein wiederfand. Auf ihrem neuen Album „Firebird“ setzt sie sich mit dem Erlebten auseinander: Verpackt in wunderbarem Pop singt die 46-Jährige vom Loslassen, nach vorne schauen und sich selbst finden. Mrs. Imbruglia, wenn Wikipedia nicht lügt, war Ihr Hit „Torn“ von 1997 bis 2011 mit durchschnittlich 75 Plays pro Tag der am meisten gespielte Song im australischen Radio. Können Sie ihn noch hören? (Lacht) Das kann ich! Ich liebe ihn immer noch. Ich habe mir geschworen, den Song nie zu hassen, sondern immer dankbar dafür zu sein. 24 Jahre sind seitdem vergangen. Mit „Firebird“ erscheint nun Ihr erstes Album seit 2009. Warum war es so lange still um Sie? Nach „Come To Life“ hat mein Label mich rausgeschmissen. Das schlägt aufs Selbstbewusstsein. Ich wurde von einem Plattenfirmen-Mitarbeiter zum anderen weitergereicht und alle versuchten, meine Musik zu verändern. Als Frau will man im Business immer alle glücklich machen und sagt ja. Vielleicht war das ein Fehler. Jedenfalls kam ich irgendwann zu dem Schluss, dass das Universum versuchte, mir etwas zu sagen, und ich keine Musik mehr machen sollte. Wie ging es für Sie weiter? Ich war Jurorin bei „The X Factor“ in meiner Heimat Australien und verbrachte viel Zeit in der Natur, was sehr heilsam war. Danach ging ich nach Los Angeles, studierte Schauspiel – etwas, das ich schon immer machen wollte, wozu ich vorher aber nie Zeit hatte. Und irgendwann fand die Musik mich wieder. Wie das? Eines Tages traf ich in einem Café jemanden aus der Musikindustrie. Er meinte, ich müsse unbedingt diese Manager treffen, die er kannte. Ich habe ihm zunächst gesagt, dass ich nicht mehr singe und er weggehen

Fotos: S. Procter (2021) und Universal Music P. Farrel (2009)

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