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BOLD THE MAGAZINE No.56

EXKLUSIV IM INTERVIEW: ADRIEN BRODY | WIE EIN PHÖNIX AUS DER ASCHE: SINGER-SONGWRITERIN NATALIE IMBRUGLIA | MEGATREND INDIVIDUALISIERUNG | DISPLACED: OLIVIER C. MÉRIEL | LAND ROVER DESIGN DIREKTOR ANDY WHEEL IM GESPRÄCH | „THE PORSCHE JUMP“

MOTION / LAND ROVER

MOTION / LAND ROVER BOLD THE MAGAZINE // 61 Land Rover hat die fünfte Generation des Range Rover präsentiert: schöner, edler und teurer. BOLD sprach exklusiv mit Design Direktor Andrew Wheel über Ikonenkult, wahre Größe und Taucheruhren. Der Ort ist Corona-kompatibel gewählt: Jaguar Land Rovers größte deutsche Händler-Dependence in München. Unter Abspielen passender Musik ziehen ein paar Helfer die Decken von den Karossen – tataaa, der neue Range Rover. Groß, im Vergleich zum Vorgänger stark geglättet, es sind Skulpturen. Drei Exemplare sind zu bewundern, zwei in matt und eins in normal (auf landroverisch heißt das „satin“ und „gloss“). Land Rover-Chefdesigner Gerry McGovern ist nicht vor Ort, seine Rolle übernimmt Design Direktor Andrew Wheel, der – gemeinsam mit virtuell und physisch anwesenden Kollegen – die nunmehr fünfte Generation präsentiert. Wheel spricht von einer 72 Jahre langen Reise von einem Dschungelauto zum Großstadtdschungelauto. Von Kunden, die einen Range Rover fahren, weil sie im Leben etwas erreicht haben. Und von „Modernität“: „Und zwar im architektonischen Sinne: Modernität als eine Philosophie, als Weglassen von Überflüssigem mit viel Liebe zum Detail.“ Und sein Chef taucht auf dem Bildschirm auf, schwärmt von 50 Jahren Range Rover-DNA und vom „begehrenswertesten Range Rover aller Zeiten.“ Dazu muss man die Vorgänger kennen: Die erste Generation wurde rekordverdächtige 26 Jahre gebaut – von 1970 bis 1996, die letzten beiden Jahre als „Classic“ sogar noch parallel zum Nachfolger. Maurice Wilks, der Land-Rover- Erfinder, dachte übrigens schon in den 1950er Jahren über ein Auto nach, das sowohl im Gelände als auch auf der Straße eine gute Figur machen sollte. Der logische Name: Road Rover. Das Projekt schlummerte viele Jahre, bis 1967 der erste Prototyp fuhr. Er bekam einen V8 und permanenten Allradantrieb. Der erste Designer hieß David Bache, auf ihn geht der charakteristische Einzug auf der Motorhaube zurück – ein Stilmerkmal, das auch in den nächsten Range Rover- Generationen übernommen wurde. Sonst hatte Bache gar nicht so viel Einfluss: Die hinteren Türen mussten bis 1981 konstruktiv entfallen, um eine ordentliche Karosseriesteifigkeit zu gewährleisten. Innen durfte sich Designer Tony Poole mit seinem Team austoben, der auch den Namen erfand: Er schlug „Ranger“ vor, und so wurde aus Road Rover und Ranger der Range Rover. Poole versuchte, dem Innenraum etwas Luxus zu verpassen – was er allerdings kaum schaffte. Die Instrumente wirkten auf dem Armaturenbrett planlos verstreut, die Sitze bestanden aus wenig haltbarem PVC, elektrische Fensterheber gab es nicht, und um den Außenspiegel zu verstellen musste man aussteigen. weil sie an der Motorhaubenkante saßen. Geflissentlich vergaß er einen Zigaret-

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