Aufrufe
vor 4 Monaten

BOLD THE MAGAZINE No.60

  • Text
  • Wwwboldmagazineeu
  • Begehrenswert
  • Auto
  • Aston
  • Cara
  • Damals
  • Zeit
  • Idris
  • Banderas
  • Elba
  • Bold
EXKLUSIV IM INTERVIEW: IDRIS ELBA | CARA DELEVINGNE: CARA LOVES KARL | JAMES BOND FÜR EINEN TAG | TOSKANA: STILE DI VITA ITALIANO | 50 JAHRE MERCEDES-BENZ S-KLASSE | ANTONIO BANDERAS: „DER BESTE FILM ALLER ZEITEN“ | LARS EIDINGER

38 //

38 // BOLD THE MAGAZINE INTERVIEW / ANTONIO BANDERAS Anlageberaterin liiert ist, mittlerweile wieder in der alten Heimat. „Leid und Herrlichkeit“, eine weitere Kollaboration mit Almodóvar, brachte ihm 2019 die besten Kritiken seiner Karriere ein, außerdem gab es für die Rolle eines alternden Filmemachers den Darstellerpreis in Cannes, den Europäischen Filmpreis sowie eine Oscar-Nominierung. In seiner Geburtsstadt betreibt er mittlerweile ein eigenes Theater, das Teatro del Soho. Was nicht heißt, dass er Hollywood abgeschworen hat. Gerade erst stand er beispielsweise für den neuen „Indiana Jones“-Film vor der Kamera, der nächstes Jahr in die Kinos kommen soll. Herr Banderas, Hand aufs Herz: Wieviel Ähnlichkeit hat die in „Der beste Film aller Zeiten“ gezeigte Filmbranche mit der Realität? Um Realismus ging es in diesem Fall nicht, und ich denke, dass mindestens 95% meines Arbeitsalltags nichts gemein haben mit dem, was wir jetzt in dieser Komödie zeigen. Natürlich begegnet man hin und wieder mal Kollegen, die sich ganz schön sonderbar verhalten oder sich benehmen, als würde sich alles nur um sie drehen. Aber die Regel ist das nicht, denn eigentlich wissen wir alle, dass man beim Film oder Theater ein funktionierendes, harmonisches Team braucht, um gute Arbeit abzuliefern. Und auch wenn ich nicht bestreiten will, dass es früher sicher mal Diven gab, die meinten, sie könnten nur arbeiten, wenn ihre Garderobe komplett rot gestaltet ist, habe ich von solchen albernen Sonderwünschen schon ewig nichts mehr gehört. Fällt es Ihnen leicht, sich über sich selbst und Ihren Berufsstand lustig zu machen? Ich liebe es. Überhaupt finde ich Lachen und Humor so wichtig wie kaum etwas anderes im Leben. Bei Licht betrachtet gibt es ja kaum etwas, das menschlicher ist. Sex zum Beispiel haben andere Lebewesen auch. Aber lachen tun eigentlich nur wir. Weswegen ich mir dieser Tage auch ein wenig Sorgen mache, was den Umgang mit Humor angeht. Früher war zumindest bei uns in Spanien die Devise, dass man über alles lachen darf. Heutzutage gibt es immer mehr Berührungsängste, und jeder wird immer vorsichtiger, was Witze angeht. Das finde ich mitunter bedauerlich. Ohne zu viel vom Inhalt von „Der beste Film aller Zeiten“ zu verraten: Sie landen im Film im Krankenhaus und kämpfen um Ihr Leben. Ging Ihnen das nicht zu nahe angesichts Ihrer persönlichen Erfahrungen mit dem Herzinfarkt, den Sie vor einigen Jahren erlitten? Ach nein, das habe ich nicht auf meine eigenen Erlebnisse bezogen und deswegen nicht zu viele Gedanken daran verschwendet. Mir geht es ja wieder gut. Aber Sie haben Recht: Wir sollten nicht zu viel von dieser Passage des Films verraten. Sie und Penélope Cruz spielen hier zum ersten Mal gemeinsam Hauptrollen. Aber Sie kennen sich wohl schon lange, nicht wahr? Ja, seit Penélope 19 Jahre alt ist. Wir waren damals Nachbarn in New York, als sie das erste Mal in die USA kam. Später in Los Angeles haben wir uns auch viel gesehen und immer wieder versucht, ein gemeinsames Projekt zu finden. Aber außer mal einer Szene bei Pedro Almodóvar hat sich nie etwas ergeben. Umso schöner war die Kollaboration jetzt, gerade weil wir uns schon so lange kennen. Hat sie Sie als Schauspielerin überrascht? Nicht, was ihr Talent angeht. Das war mir natürlich längst bekannt. Aber ich war erstaunt, dass sie morgens eigentlich immer schon in ihrer Rolle steckte, wenn sie ans Set kam. Dadurch vergaß ich manchmal tatsächlich, dass da Penélope vor mir stand, und baute stattdessen eine Beziehung zu der Regisseurin Lola auf, die sie spielte. Das war spannend. Und immer wieder interessant, wie schnell sie abends nach Drehschluss dann doch wieder sie selbst war, sobald sie diese rote, wilde Perücke abnahm. In „Der beste Film aller Zeiten“ geht es auch um die Preise, mit denen Schauspieler ausgezeichnet werden. Was bedeuten Ihnen solche Ehrungen? Es wäre gelogen zu sagen, dass sie mir egal sind. Wir haben schließlich alle unsere Eitelkeit, und natürlich war es ein tolles Gefühl, zum Beispiel für „Leid und Herrlichkeit“ den Preis in Cannes zu erhalten. Aber zu viel Bedeutung sollte man der Sache vielleicht auch nicht beimessen. Denn wenn ich zum Beispiel an die Oscars denke, wo ich dann ja auch nominiert war, kann ich bis heute nicht ganz begreifen, was man

Wwwboldmagazineeu Begehrenswert Auto Aston Cara Damals Zeit Idris Banderas Elba Bold

MAGAZINE

BOLD THE MAGAZINE App jetzt laden

AppBOLD_Button Apple BOLD App Android BOLD App

BOLD ONLINE @ NEWS

© BOLD THE MAGAZINE: www.bold-magazine.eu | BOLD THE MAGAZINE ist eine Publikation des Verlages: neutrales GRAU Agentur für Kommunikation & Verlagsgesellschaft UG (haftungsbeschränkt): www.neutralesgrau.de | HR NR: 121 118 B | UMST ID: DE 815 10 18 78 | Am Pankepark 48 | 10115 Berlin | Telefon: 030 40 00 56 68 | Geschäftsführung: Mike Kuhlmey